Mittwoch, 18.02.2026

„Pickel“ ade: Die neuen Schulterstücke sind da!

Balken statt Sterne!

Das war es dann wohl mit dem jährlichen „Sternenregen“ bei den Generalversammlungen. Bei jeder Beförderung innerhalb der alten Dienstgradgruppen gab es neue Sterne – im Jargon auch „Pickel“ genannt – auf die vorhandene Dienstgradschlaufe. Daher rührte der Begriff „Sternenregen“. Doch das gehört seit gestern der Vergangenheit an: Wir haben auf die neuen niedersächsischen Dienstgrade für die Freiwilligen Feuerwehren umgestellt.

Ob alt oder jung – Neidhard Varnhorn beglückwünschte jeden persönlich.

Die Sterne wurden durch Balken ersetzt, und auch die geflochtenen Schulterstücke gibt es nicht mehr. Alles wirkt deutlich sachlicher und orientiert sich nun stärker am Erscheinungsbild der Berufsfeuerwehren.

Auch die Dienstgradbezeichnungen haben sich geändert. Während die Bezeichnungen Feuerwehrmann und Feuerwehrfrau in den Mannschaftsdienstgraden erhalten bleiben, heißt die frühere Ebene der Gruppenführer künftig – analog zur Berufsfeuerwehr – Brandmeister beziehungsweise Brandmeisterin. Aus den bisherigen Ebenen der Zugführer werden nun Inspektoren der Freiwilligen Feuerwehr.

So sieht’s aus: Feuerwehrmann-Anwärter und Feuerwehrmann.

Diese Umstellung wird sicher noch für ein wenig Erklärungsbedarf sorgen. Sogar die Altersabteilung war überrascht, als sie noch einmal „umgerüstet“ wurde.

Die neuen Schulterstücke und Urkunden wurden gestern Abend im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung übergeben. Bürgermeister Neidhard Varnhorn, Stadträtin Stefanie Lübbers und Ordnungsamtsleiter Dietmar Ruhe überreichten gemeinsam die Dokumente und händigten die neuen Abzeichen aus.

Unser Ehrenkreisbrandmeister Hans Stör wurde bereits vor einigen Tagen von der Kreisfeuerwehr mit dem neuen Dienstgrad ausgezeichnet: War er bisher Kreisbrandmeister, so trägt er heute den Titel „Erster Kreisbrandinspektor“.

Was hingegen geblieben ist: Die Besoldung liegt weiterhin bei null – genau so, wie man es für ein echtes Ehrenamt erwarten darf.

Schauen wir mal, wie die Eingewöhnungsphase läuft. In zwei oder drei Jahren wird vermutlich niemand mehr über die alten Sterne sprechen.

Ehrenkreisbrandmeister Hans Stör erfreute sich ebenfalls über seinen neuen Dienstgrad.